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Mittwoch, 18. Januar 2006 Zugangsbeschränkungen an Universitäten in ÖsterreichGeschrieben von MS in ZugangsbeschränkungenKommentare (0) | Trackback (1) Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Juli 2005 mußte Österreich den Hochschulzugang für alle Bewerberinnen und Bewerber aus dem EU-Ausland zulassen, was in den Sommermonaten und am Beginn des Wintersemesters 2005/2006 an den österreichischen Universitäten und vor allem an den Medizinischen Universitäten (Med-Unis) zu teilweise tumultartigen Zustände und der vielfachen Androhung von Auswahlverfahren führte.
Wer aber gedacht hatte, die massiven Ankündigungen von Auswahlverfahren und die teilweise angewandten Zugangsbeschränkungen würden die heimischen Studienanfänger abschrecken, der hatte sich getäuscht. Der Artikel "Trotz Beschränkungen immer mehr Studierende" (derstandard.at/Uni) gibt einen schönen Überblick über die Steigerung der Studienanfänger an den österreichischen Universitäten. Trotz eines teilweise enormen Anstiegs an ausländischen (vor allem Studenten aus Deutschland) Studienbewerbern blieb die Lage im Großen und Ganzen aber unter Kontrolle, Zugangsbeschränkungen und Aufnahmetest blieben vorerst Einzelfälle, was sich auch in der Medienberichterstattung vom September und Oktober 2005 widerspiegelt: (alle Artikel aus derstandard.at/Uni)
Wirklich hart traf es allerdings die Medizinischen Universitäten (Med-Uni) in Österreich. Diese waren vom Ansturm der, vor allem deutschen, Studienwerber am stärksten betroffen und verzeichneten auch die höchsten Steigerungsraten an ausländischen Studienanfängern.
Aufgrund dieser stark verschärften Situation an den Medizinischen Universitäten wurde bald der Ruf nach Auswahlverfahren und Zugangsbeschränkungen laut. Daß dabei die Hochschülerschaften gegen Zulassungsbeschränkungen auftraten, liegt in der Natur der Sache. Die von der ÖH Med-Uni Graz initiiere Sammelklage "MedizinstudentInnen fordern Schadenersatz" schoß aber dann doch etwas über das Ziel hinaus. Nachdem Ende Oktober alle Inskriptionsfristen dann beendet waren, kehrte vordergründig wieder etwas Ruhe ein. Da man aber schon damals wußte, daß sich die Situation an den Medizinischen Universitäten auch zu Beginn des Sommersemesters nicht erheblich bessern würde, war nur erst einmal die Politik am Zuge, um geeignete Lösungen zu präsentieren.
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