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Donnerstag, 23. Oktober 2008
Jeder Mensch hat eine Persönlichkeit - Oft wird missverständlich davon gesprochen, eine bestimmt Person als eine „Persönlichkeit“ für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Hier soll angemerkt werden, dass jeder Mensch eine Persönlichkeit hat bzw. ist. Die Frage ist nur, ob es tatsächlich die Persönlichkeit ist, die derjenige darzustellen vermeint, die ihm auf seinem Weg weiterhilft oder die dem innersten Wesen entspricht. Im letzteren Fall spricht man auch von einer „authentischen“ oder „echten“ Persönlichkeit. Im ersten Fall bleibt „Persönlichkeit“ auf die Funktion einer Maske beschränkt, eine Maske, die schnell abfallen kann und oft durchschaubar ist.
Dass Menschen unterschiedliche Persönlichkeiten haben, muss nicht erwähnt werden, da meist genau diese „Andersartigkeit“ Ursache für zwischenmenschliche Konflikte sind. Dennoch vergisst es jeder einzelne von uns nur allzu oft. Unsere Persönlichkeit gehört nämlich im Allgemeinen so sehr zu uns, dass wir sie, während wir sie leben, einfach vergessen. Unser Gegenüber sieht sie aber und verhält sich zu uns entsprechend. So wundert sich dann mancher vielleicht, warum ganz unterschiedliche Menschen sich ihm gegenüber ganz ähnlich verhalten und warum in seinem Leben andauernd die gleichen Konflikte entstehen. Wer Unterschiede im Verhalten zwischen verschiedenen Personen bewusst wahrnimmt, über seine eigenen Präferenzen Bescheid weiß und die der anderen erkennt, respektiert und in seinem persönlichen Verhalten berücksichtigt, wird in seiner Umgebung besser zurechtkommen und erfolgreicher sein – sei es im Beruf oder im Privatleben. Was ist die „Persönlichkeit“ eines Menschen In der Psychologie bezeichnet der Begriff Persönlichkeit die Gesamtheit der Persönlichkeits-eigenschaften eines Menschen, also seiner relativ zeitstabilen Verhaltensbereitschaften. Es wird auch von den Stärken, die nicht auf dem Papier stehen gesprochen. Unter der Persönlichkeit eines Menschen kann man auch die „Soft Skills“ oder die „Selbst- und Sozialkompetenz“ verstehen. Den Job auf die Persönlichkeit abstimmen Allgemein kann man sagen: Wenn dies nicht der Fall ist, fühlt sich der Betreffende gestresst, eingeengt, geängstigt, müde, entmutigt und am falschen Platz und wird unproduktiv und unzufrieden sein. Entmutigung ist eine weit verbreitete Erscheinung, wenn Präferenzen und Aufgaben schlecht harmonieren, denn trotz weit höherer Anstrengung wird das Arbeitsergebnis wahrscheinlich bei weitem nicht die hohe Qualität aufweisen, die unter Anwendung der bevorzugten Funktionen zu erwarten gewesen wäre. Eine Aufgabe, die die bevorzugten und damit besser entwickelten Funktionen anspricht und erfordert, hat bei weniger Mühe höhere Leistungen und größere Zufriedenheit zur Folge. Die Persönlichkeitsanalyse Myers Briggs Typenindikator (MBTI®)
Der MBTI® hat sich als ein nützliches Instrument erwiesen, um dem einzelnen einen besseren Zugang zu seinen persönlichen Präferenzen zu geben, damit er seine natürlichen Fähigkeiten am Arbeitsplatz einsetzen kann. Dadurch wird die Gefahr von beruflichem Stress und Burnout oder Boreout erheblich reduziert. Der Myers-Briggs Typenindikator (MBTI®) gibt darüber wichtige Aufschlüsse. Er ist mehr als ein Test. MBTI® ist eines der seriösesten und weltweit am häufigsten eingesetzte Instrument zur Persönlichkeitsanalyse. Allein in den USA erforschen damit jährlich über 3,5 Millionen Menschen ihr Stärken/Schwächen-Profil. Durch kontinuierlich begleitende Forschung ist der MBTI® wissenschaftlich abgesichert, validiert und in Fachkreisen anerkannt. Bis heute ist der MBTI® in 27 Sprachen übersetzt worden, im deutschen Sprachraum allerdings noch nicht sehr bekannt. Denk- und Wahrnehmungskategorien Der MBTI® hilft, eigene Denk- und Wahrnehmungskategorien zu erkennen und fremde Kategorien einschätzen zu lernen. Er vermittelt, dass alle Profile prinzipiell gleich wertvoll und hilfreich für die Problemlösung sind. Irritationen zwischen Partnern haben nicht zuletzt ihre Ursachen in Unsensibilitäten. Ist man z.B. selbst extravertiert, sollte man versteckte Signale erkennen, um einem introvertierten Geschäftspartner Zeit zu geben, seine Entscheidung ungestört zu durchdenken. Er ermöglicht dadurch, mit anders strukturierten Personen vorurteils-, stress- und wertfrei umzugehen. Voraussetzungen der Typentheorie Zu den Voraussetzungen der MBTI® -Theorie zählen vor allem drei Punkte:
Persönlicher Nutzen Entsprechend dem Motto „Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Veränderung“ ist der MBTI® ein hervorragendes Coachinginstrument und wird im Einzelcoaching bei Themen wie Selbstreflexion, Berufswahl, Persönlichkeitsentwicklung, Laufbahnplanung sowie Konfliktlösung eingesetzt. Worum geht es beim MBTI® Der MBTI® macht Ihnen bewusst, welche Präferenzen bzw. Neigungen Sie haben in folgenden vier Bereichen: Wichtig zu wissen: Jeder Mensch verfügt über alle Grunddimensionen der Verhaltensmuster, nur sind sie unterschiedlich gewichtet, so dass dadurch das "Anderssein" entsteht. Es gibt 16 „Persönlichkeitstypen“, wovon die beiden mittleren Buchstaben den wesentlichen Kern der Persönlichkeit darstellen und „Grundtypen“ genannt werden. Das MBTI® Präferenzprofil Das MBTI® Präferenzprofil ergibt sich aus der Auswertung eines Fragebogens, der in 10 bis 20 Minuten ausgefüllt werden kann. Die schriftliche Auswertung umfasst neben der persönlichen Auswertung (MBTI® Präferenzprofil, Managerprofil, Auswirkungen auf die Karriere, Vorschläge zur Entwicklung) auch eine separate Mappe mit theoretischen Erläuterungen und Erklärungen sowie praktische Anwendungen (z.B. persönlicher Führungsstil, Kommunikation, Überzeugen, Stärken und Schwächen im Team, Motivationsfaktoren, Typ und Karriere) für alle vier Grundtypen. Nach dem Selbststudium der MBTI® Auswertungsunterlagen können in einem persönlichen Auswertungsgespräch mit der MBTI® Beraterin Fragen erläutert, Unklarheiten beseitigt und weitere Denkanstösse und Impulse gegeben werden.
Quelle: Persönlichkeitscoaching Mag. Irene Galler
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