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Samstag, 10. März 2007 Zukunft des Lernens - Vernetzte BildungGeschrieben von MS in LernenKommentare (0) | Trackbacks (0) Daten und Informationen haben in der virtuellen Welt dramatische Ausmaße angenommen, die Verarbeitung der Informationsflut ist kaum noch zu bewältigen. Menschen hetzen durch das Arbeitsleben, werden chronisch überlastet oder brennen ganz aus. Dies ist jedoch nach Ansicht von Tobias Knoof, Geschäftsführer von Superlearn, nicht notwendig. Die neusten Erkenntnisse im Bereich der Neurologie, so Knoof weiter, werden das Lernen von Grund auf verändern. In unserer Informationsgesellschaft wird es in Zukunft wichtiger den je sein, das richtige auf die richtige Art und Weise zu lernen. Durch die extreme Wissensvermehrung haben die Menschen Zugriff auf eine noch nie dagewesene Informationsmenge, welche in naher Zukunft von Milliarden von Menschen genutzt werden kann. Ein globales kollektives Gedächtnis, so Knoof, werde für jeden einzelnen ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Welche Konsequenzen wird eine weitere Informationszunahme in unserer Gesellschaft bewirken? Knoof: Eine weitere Zunahme von Informationen könnte einen regelrechten Overload in den Köpfen erzeugen. Auch die mit Sicherheit zukunftsträchtige Semantik wird in hohem Maße weitere Daten erzeugen, den sogenannten Metadaten. Wichtiger ist jedoch das ein Umdenken in den Köpfen der Informationspioniere stattfindet. Das menschliche Gehirn kann untrainiert nur eine gewissen Menge von Informationen wahrnehmen, alles was zusätzlich auf das menschliche Gehirn einströmt, wird regelrecht ausgeblendet. Sie sagen „das menschliche untrainierte Gehirn“: Kann man mit einem trainierten Gehirn mehr Informationen aufnehmen und wie trainiere ich mein Gehirn dahingehend, das es mehr Informationen aufnehmen kann? Knoof: Das menschliche Gehirn ist wie ein Muskel, wird es betätigt werden im Kopf mehr neuronale Strukturen geschaffen. Je öfter man also etwas auf eine bestimmte Art und Weise macht oder denkt, je stärker werden diese Bahnen und je eher kann man sich an die entsprechenden Informationen erinnern. Ein Erinnern ist somit nur ein „finden“ der neuronalen Spur im Kopf. Setzt man auf diese Spur zusätzlich visuelle Bilder, so erzeugt man Einstiegspunkte zur entsprechenden neuronalen Bahn. Mit einem trainierten Gehirn kann man sich also besser Informationen merken, auch die Erinnerung selbst fällt leichter. Wie sieht Ihrer Meinung nach das Lernen der Zukunft aus? Wird ein Lernen ohne Mühe und auf Knopfdruck möglich sein? Knoof: Für ein Lernen auf Knopfdruck dürfte noch ein wenig Zeit vergehen. Es gibt jedoch bereits Ansätze, wo sich Menschen in sogenannten Lerntanks in meditative Zustände versetzen und über Ultraschall-Dioden Informationen ins Langzeitgedächtnis einspielen. Verschiedenste Forscherteams experimentieren mit solchen oder ähnlichen Ansätzen, ich denke dass wir da in Zukunft noch einiges erwarten dürfen. Der Mensch ist dabei, sein Gehirn zu erforschen und er versteht es immer besser. Lernmöglichkeiten zu entwickeln, die dem „Nürnberger Trichter“ entsprechen, sehe ich als durchaus real an. Die Frage ist, ob es Sinn macht nach diesem Prinzip zu verfahren. Ihre Plattform wird oftmals mit dem Claim „Social Learning“ in Verbindung gebracht. Was steckt dahinter und warum sollte man überhaupt im Internet lernen? Knoof: Der Aufbruch in die vernetzte Bildung hat bereits angefangen. Man wird im Internet lernen, weil dort das gesamte kollektive Wissen zugängig ist. Wenn jeder mit jedem über maximal sechs Ecken bekannt ist muss zwangsläufig auch das gesamte Weltwissen für jeden über maximal sechs Ecken abrufbar sein. Diese Tatsache wird in Zukunft tiefgreifende Veränderungen in der gesamten Bildungsbranche auslösen. Wenn auf Mausklick im kollektiven Gedächtnis, in Form von großen Lern- und Wissenscommunities, gesucht werden kann, kommen wir dem Lernen auf Knopfdruck schon sehr nahe. Was wird uns noch mit dem Hype um Web 2.0 im Bereich Bildung erwarten? Knoof: Web 2.0 ist großartig! Es bietet allen Beteiligten wesentliche Vorteile. Für das Lernen im Internet wird es eine Reihe innovativer Entwicklungen geben. Erste Strömungen gehen bereits in Richtung „Knowledge Sharing“, bei dem Wissen in Echtzeit von jedem Desktop zu jedem Desktop getauscht werden kann. Auch E-Collaborations-Services werden eine große Zukunft haben. Mit intelligenten Systemen kann man bereits nahtlos Online- und Offline-Seminare verschmelzen. Web 2.0 verwischt die Grenzen zwischen „real“ und „virtuell“, dieser Trend wird innovative Lösungen fordern und fördern. Über Superlearn Superlearn ist eine Bildungsplattform, auf der Sie Ihr eigenes Wissen, verwalten, vermehren und austauschen können. Sie richtet sich an Wissensnehmer und Wissensgeber gleichermaßen und trägt so zum Austausch und zur Entstehung neuen Wissens bei. Ein Schwerpunkt stellt dabei das zusammentragen von Techniken dar, mit welchen man effizienter, schneller, nachhaltiger und leichter lernen kann. Die Plattform bietet die Möglichkeit eigene Termine, Fachartikel, Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen, durch Networking die eigenen Kontakte weiter auszubauen und vorhandenes Wissen mit verschiedenen Lerntools aufzufrischen.
Quelle: Pressemitteilung Superlearn publiziert auf openPR.de, 12.02.2007
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