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Donnerstag, 14. Dezember 2006 Studienwahl und Berufswahl ist wie Schuhe kaufenGeschrieben von MS in Berufswahl, StudienwahlKommentare (2) | Trackbacks (0) Kein Mensch würde auf die Idee kommen, Schuhe zu kaufen ohne sie vorher anzuprobieren. Bei der Studienwahl bzw. Berufswahl machen wir das allerdings regelmäßig. Kein Wunder, dass wir uns Blasen holen. 30% brechen ihr Studium ab und weitere 20% wechseln den Fachbereich, d.h. jeder Zweite entscheidet sich erst einmal falsch. Bei den Lehrlingen ist es jeder Fünfte. Beim Schuhkauf haben wir eine Vorstellung welcher Schuh es sein soll. Entweder brauchen wir ihn zum Ausgehen, für den Sport oder als festen Straßenschuh. Bei der Berufswahl ist es nicht anders. Meistens wissen wir ob wir etwas mit Technik machen wollen, lieber kaufmännisch arbeiten, uns die Kunst mehr zusagt oder uns der Umgang mit Menschen reizt. Soweit so gut. Aber auf einmal trennen sich die Wege. Beim Schuhkauf werden wir aktiv. Wir gehen in verschiedene Schuhläden, vergleichen die Modelle, halten die Schuhe in der Hand und suchen die richtige Farbe aus. Dann haben wir oft einen Freund oder eine Freundin zur Beratung dabei, hören auch noch auf das Urteil des Verkäufers und stellen kritische Fragen, ob die Schuhe auch wirklich wasserdicht sind oder wir damit bestimmt unsere gewünschte Sportart ausführen können. Aber damit nicht genug, jetzt kommt noch das Wichtigste: Wir ziehen die Schuhe an. Was nutzen uns die tollsten Schuhe im Schaufenster, wenn wir uns darin nicht wohl fühlen oder sie uns sogar drücken. Ohne darüber nachzudenken, sind wir uns völlig bewusst, dass wir den Schuh tragen müssen, und nicht unser Freund oder die Verkäuferin. Die mögen sagen was sie wollen, wir müssen uns im Schuh wohl fühlen und sonst niemand. Ganz anders verhalten wir uns bei der Studienwahl & Berufswahl. Hier lassen wir uns viel zu sehr von außen beeinflussen, anstatt selbst aktiv zu werden. Unsere Eltern beeinflussen unsere Studien- & Berufswahl zu mehr als 50%. Dann kommen noch die Freunde, die Modeberufe, die Lehrer, die Medien und das BIZ dazu. Unser Frisör will uns natürlich auch noch reinreden. Sollen sie, nur am Ende sollten wir entscheiden, denn wir müssen ja jeden Morgen aufstehen wenn der Wecker klingelt. Keine große Überraschung, dass wir bei so viel Fremdbeeinflussung die Welt nicht mehr verstehen wenn wir in den ersten Vorlesungen sitzen und dort von Dingen gesprochen wird, die uns nun wirklich nicht interessieren. Oder wir als Tierarzthelferin geschockt sind, weil wir auf einmal die stinkenden Käfige sauber machen oder die toten Tiere entsorgen müssen, obwohl wir doch viel lieber die süßen Tierchen streicheln würden. Und wie wählen wir nun unserer Beruf oder unser Studium aus? Ganz einfach! Wir nehmen beim nächsten Schuhkauf Papier und Bleistift mit und schreiben uns die einzelnen Entscheidungsschritte fein säuberlich auf. Genau das Gleiche wenden wir dann auch auf unsere Berufswahl an. Und was sagen die alten Indianer über Schuhe? „Verurteile niemals einen Mann bevor du nicht mindestens vierzehn Tage in seinen Mokassins gelaufen bist.“ Für uns heißt das: „Wähle niemals einen Beruf aus, bevor du nicht sicher bist, dass er dich auch wirklich interessiert.“ Viel Spaß beim Schuhkauf, und Studienabbruch adiós!
Quelle und Autor: Carl Schroebler, Buchautor „14-24Jahre.com > Studien- & Berufswahl leicht gemacht.“,www.14-24jahre.com --- Weitere Informationen zu den Themen finden Sie auf www.skripten.at unter "Studienwahl", "Studien- und Berufswahl leicht gemacht" sowie unter "Berufseinstieg und Karriere-Planung".
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Und in der Praxis?
Wie kann ich einen Beruf "probetragen"? Ich sehe folgende Probleme: 1)Nicht bei allen Studiengängen/Berufen ist es möglich, wirklich einen Einblick zu bekommen. Im Beispiel des Schukaufs gesagt: Bei manchen/vielen(?) Schuhen darf ich den Schuh in die Hand nehmen und außen mit der Hand fühlen. Ob er mir im Alltag wirklich passt, kann ich nach wie vor nur vermuten. 2)Wie lange muss ich einen Schuh tragen? Bei Schuhen gibt es inzwischen allgemeine Regeln, wie lange und wann man einen Schuh anprobieren sollte; ob er sofort passen muss oder auch eingelaufen werden "darf": "Business Schuhe" sollten sofort passen, Sportschuhe möglichst abends/nach dem Sport anprobieren, etc. Manche Schuhe drücken am Anfang, sind aber nach einer Woche hervorragend, andere muss ich mindestens 20 Minuten anhaben, um sagen zu können: Ja die könnten geeignet sein. Woher weiß ich, wie lange ich "reinschnuppern" muss, wenn ich ein möglichst nützliches Urteil fällen will? 3)30% Abbrecher und 20%Wechsler=50% Falschentscheider. Warum haben diese Leute abgebrochen/gewechselt? Was passierte mit den Leuten? Und haben nicht gerade diese Studenten "anprobiert"? Klar, Studienabbrecher kosten Geld, aber lässt sich das präventiv "bekämpfen"? (keine rhetorische Frage!)Will ich das überhaupt bekämpfen? Wenn ja, warum? 4)Ein Beispiel bei der Berufswahl: Zwei Freunde wurden Berater[Consultant], dachten das wär der Job überhaupt. Nach fünf Jahren wechseln sie die Branche, da sie gemerkt haben: Uh der Schuh drückt schon irgendwie, da ist viel Misst dabei. Nun sagen die beiden Freunde aber selber, sie hätten viel gelernt in der Zeit und es sei kein Fehler gewesen, die sen Weg gegangen zu sein. Sie schreiben ein Buch über ihre Erlebnisse und machen woanders weiter. In einer Statistik, wie sie zu anfang des Artikels steht, wären sie wohl als "Fachbereich-Wechsler" oder "Studienabbrecher" erfasst worden. Was sagt uns dann die Statistik? mfg Florian H. PS: btw. manche tragen Schuhe, obwohl sie eng sind und Blasen hervorrufen. Einfach, weil sie sich in die Schue so verliebt haben. Wenn sie damit leben können, gut. Wenn nicht, ... PPS: Mich würde interssieren, warum Studienabbrecher abbrechen und wie weit sie sich vorher informiert haben. Gibts da Artikel zu? Sehr geehrter Herr Florian H.
vielen Dank für die interessanten Fragen, sie haben mich sehr gefreut. Hier die Antworten. Zu1) Da haben Sie Recht. Aber einen Beruf kann man sich im Alltag anschauen und mit einem Schnupperstudium, einem Praktikum und offenen Augen, bekommt man einen guten Einblick ob man an diesem Beruf Interesse hat und dafür die nächsten drei Jahr aufstehen möchte. Literatur: „14-24Jahre.com“ Kapitel 3 und 4. Zu2) Bis Sie der Meinung sind, dass sie sich mit diesem Beruf näher beschäftigen wollen, oder wie Einstein es formulierte „Wichtig ist, niemals aufhören zu fragen.“ Zu3) 3a) Der Hauptgrund für die vielen Falschentscheidungen sind die äußere Einflüsse (Eltern, Medien, Modeberufe, Schule, Berater, Kumpels). Von denen muss allerdings keiner aufstehen wenn früh der Wecker klingelt. Die Studien- & Berufswahl ist nun einmal eine ganz persönliche Angelegenheit und deshalb finden wir den Schlüssel bei uns selbst. 3b) Das Leben geht weiter, wie gesagt, 30% verlassen den akademischen Raum und 20% nehmen ein anderes Studium auf. 3c) Nein die haben es nicht „anprobiert“ oder wenn, dann nicht gut genug. 3d) Ja, lese das Buch „14-24Jahre.com“ 3e) Ja, weil keiner gern in die falsch Richtung läuft, sonder ein guter Start Selbstvertrauen und Stolz erzeugt. Auf der Webseite www.studienabbrecher.de kann man die Probleme der Studienabbrecher hautnah nachlesen. Zu4) Nein, das sehen Sie falsch. Die beiden Berater haben kein Studium begonnen, sondern eine Anstellung. Deshalb tauchen sie auch nicht in der Statistik auf. Die Berater hatten Recht, sie hatten sich für etwas entschieden, was sie seinerzeit für interessant und richtig hielten. Dann haben sie dazugelernt und nun nutzen sie das Wissen, um sich für etwas anders zu entscheiden. Ein ganz normaler Vorgang von aktiven Menschen wie wir sie brauchen. Zu PS: Natürlich, wenn man sich mit seiner Tätigkeit wohl fühlt warum nicht, auch wenn die Gelenke darunter leiden. Ich war professioneller Flamencotänzer, ich weiß wovon ich spreche. Zu PSS: Die Antwort habe ich Ihnen weiter oben gegeben, Fremdbeeinflussung. Es gibt die wissenschaftliche HIS-Studien (Hochschul-Informations-System) von 2005, die „Studienabbruchstudie“ Kommentar schreiben
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Mi, 03.01.2007 20:01
Es gibt eine sehr gute Informa
tionsquelle zum Studium mit Be
ratung. Dort ist viel Infomate
rial zu finden.
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Mo, 01.01.2007 16:50
Und in der Praxis?
Wie kann i
ch einen Beruf "probetragen"?
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